Wenn die ersten Pollen fliegen, beisst und brennt es viele Menschen in den Augen. Das Sinnesorgan reagiert äusserst empfindlich bei Allergien, aber auch auf Umwelteinflüsse oder bei Allgemeinerkrankungen. Zum Glück gibt es wirksame Naturheilmittel gegen trockene und brennende Augen.
- Jucken und Brennen in den Augen kann von einer Allergie herrühren, kann aber auch andere Ursachen haben
- Homöopathische Augentropfen, Leinölkapseln oder künstliche Tränenflüssigkeit verschaffen Linderung
- Bei Pollenallergie helfen Arzneipflanzenextrakte, Entzündungen im Körper zu verringern
von Lisa Heyl, updated 3.3.26
Umweltreize so gut wie möglich meiden
Die Tränenflüssigkeit hält die Augen feucht und geschmeidig – selbst dann, wenn sich die Augen trocken anfühlen. Paradoxerweise kann ein «trockenes Auge» sogar vermehrt tränen: Es ist gereizt, brennt und juckt, und das steigert die Tränenproduktion. Besonders häufig sind Kontaktlinsenträger und ältere Personen betroffen. Die Produktion der Tränenflüssigkeit kann durch verschiedene Faktoren wie beispielsweise Erkrankungen oder Medikamente reduziert sein. Es ist aber auch möglich, dass die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit gestört ist und deshalb die Augenoberfläche nicht mehr optimal benetzt wird. Umweltreize wie starke UV-Strahlung, Pollen, Tabakrauch und Ozon, Klimaanlagen oder trockene Heizungsluft belasten die Augen – sie gilt es so gut wie möglich zu meiden.
Das hilft gegen trockene Augen
Wer unter Augentrockenheit leidet, kann seine Augen mit Augentropfen ohne gefässverengende Wirkung gezielt feucht halten. Zudem empfiehlt es sich, den Augen regelmässige Pausen zu gönnen, aktiv zu blinzeln und hin und wieder Augen-Entspannungsübungen zu machen.
Bei Übermüdung, Entzündungen und Reizung von Augen und Lidern sowie bei tränenden oder trockenen Augen helfen homöopathische Augentropfen auf der Basis von Tollkirsche (Belladonna) und Augentrost.
Bei entzündeten oder trockenen Augen helfen homöopathische Augentropfen auf der Basis von Tollkirsche und Augentrost.
Gegen Rötungen mit Juckreiz und Brennen sowie bei Schwellungen der Bindehaut oder der Lider wirken Tropfen mit Augentrost und Apis. Im Bedarfsfall sorgen Produkte mit künstlicher Tränenflüssigkeit für Linderung. Leinölkapseln können die Produktion von Tränenflüssigkeit anregen.
Augentrost: Die Blume für gesunde Augen

Der Augentrost (Euphrasia officinalis) ist ein bewährtes Augenmittel. Er wirkt abschwellend, entzündungshemmend und adstringierend und sorgt dadurch bei gereizten Augen, schmerzhaften Gerstenkörnern und Bindehautentzündung für wohltuende Linderung.
Als Tee stärkt Augentrost die Augen von innen her. Am besten als Kur eine Woche lang täglich eine Tasse davon trinken. Zubereitung: Einen Esslöffel der getrockneten und zerkleinerten Pflanze mit kochendem Wasser übergiessen, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen.
Kompressen in den Tee tunken, ausdrücken und auf die geschlossenen Augen legen; ideal auch gegen «verklebte Augen» bei Kindern. Wer sich den Aufguss nicht selber brühen will, findet in der Drogerie oder Apotheke gebrauchsfertige Kompressen.
Rote Augen können auf Bindehautentzündung hinweisen
Ein rotes Auge stellt ein Alarmsignal dar und muss, besonders wenn es von Schmerzen oder Sehstörungen begleitet wird, medizinisch abgeklärt werden. Zu den möglichen Ursachen zählen neben Infektionen auch Allergien, Umwelt- oder mechanische Reize (lange Bildschirmarbeit, Staub, Sonne), aber auch Allgemeinerkrankungen. Rötung der Bindehaut, Juckreiz und Fremdkörpergefühl sowie ein verklebtes Auge am Morgen nach dem Aufwachen weisen auf eine Bindehautentzündung hin.
Ein rotes Auge muss, besonders wenn es von Schmerzen oder Sehstörungen begleitet wird, medizinisch abgeklärt werden.
Für die Behandlung kommen einerseits desinfizierende Augentropfen in Frage, andererseits reizlindernde und beruhigende Augentropfen mit Malve, Calendula oder Rosenöl (homöopathisch verdünnt). Das begleitende Fremdkörpergefühl kann mit befeuchtenden Augentropfen gelindert werden, wenn möglich in Monodosen ohne Konservierungsstoffe, um das Auge nicht noch mehr zu reizen.
Wann zum Augenarzt?
Wenn trotz Selbstbehandlung keine Besserung eintritt, ein Druckgefühl besteht oder sich das Sehvermögen plötzlich verschlechtert, sollte dringend ein Augenarzt konsultiert werden.
Pflanzenextrakte wirken lindernd bei Pollenallergie
Wenn trotz Selbstbehandlung keine Besserung eintritt, ein Druckgefühl besteht oder sich das Sehvermögen plötzlich verschlechtert, sollte dringend ein Augenarzt konsultiert werden.
Juckende Augen, Niesanfälle und eine verstopfte Nase – so kündigt sich eine Pollenallergie oft an. Das Institut für Komplementäre und Integrative Medizin IKIM der Universität Bern hat die Forschungsergebnisse zur pflanzlichen Behandlung bei Heuschnupfen zusammengetragen: Zwei Pflanzenextrakte zeigten besonders deutlich, dass sie Entzündungen im Körper verringern und das Immunsystem positiv beeinflussen können.
Pestwurz-Extrakt: Dieser Pflanzenextrakt hat sich vorwiegend bei einer verstopften Nase bewährt. Studien zeigten, dass Pestwurz die Atmung verbessert und dabei ähnlich gut wirkt wie herkömmliche Medikamente.
Zitronen-Quitten-Extrakte: In Studien mit einem Nasenspray zeigte sich, dass Zitronen-Quitten-Extrakte besonders schnell wirken. Betroffene berichteten oft schon nach kurzer Zeit von einer Erleichterung beim Atmen. Zudem können die pflanzlichen Stoffe die Freisetzung von Histamin hemmen.
Bilder: AI – Redaktion Millefolia / Lubo Ivanko – Freepik.com
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