Kunsttherapie
In der Kunsttherapie werden Malen, Gestalten, Musik, Bewegung, Tanz, Sprache oder szenisches Spiel gezielt eingesetzt, um die seelische und körperliche Selbstregulation zu stärken und persönliche Entwicklungsprozesse zu unterstützen.
Menschen können so innere Themen ausdrücken, die sich nur schwer in Worte fassen lassen; das Erleben von Kreativität und Selbstwirksamkeit steht im Zentrum dieser aktiven Therapieform.
Die modernen Wurzeln der Kunsttherapie liegen in der Verbindung von Kunst, Medizin, Psychotherapie und Pädagogik des 20. Jahrhunderts, aus denen sich eine eigenständige, wissenschaftlich begründete Therapieform entwickelte. Heute ist sie im Gesundheits‑, Sozial‑ und Bildungswesen verankert, etwa in Kliniken, Rehakliniken, Beratungsstellen, Schulen, Heimen für Beeinträchtigte oder in eigenen Ateliers.
In der Schweiz wird Kunsttherapie von eidgenössisch diplomierten Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten mit Fachrichtung angewendet. Die fünf Fachrichtungen sind:
- Bewegungs- und Tanztherapie
- Drama- und Sprachtherapie
- Gestaltungs- und Maltherapie
- Intermediale Therapie und
- Musiktherapie.
Die Fachpersonen arbeiten interdisziplinär mit Ärztinnen, Psychologinnen, Pflegefachpersonen oder Sozialdiensten zusammen.