Zigarette? Nein Danke! Wie das Aufhören gelingt

Pflaster, Kaugummis oder Inhalationsgeräte können helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Mit den Nikotinersatzprodukten allein ist es aber meist nicht gemacht: Die Komplementärmedizin kann das ihre zur Entwöhnung von den Glimmstängeln beitragen.

von Lisa Heyl, updated 22.1.2026

  • Nikotinersatzprodukte und Komplementärmedizin lindern Nervosität, Unruhe und Verstimmung
  • Der Rauchstopp gelingt am ehesten mit Fachberatung
  • Lassen Sie sich nicht entmutigen – mehrere Anläufe können nötig sein

Nie mehr rauchen – lassen Sie sich beraten

Mit Rauchen aufzuhören ist schwierig. Im Fachhandel gibt es verschiedene Hilfsmittel, die den Rauchstopp erleichtern. «Was für wen passt, ist individuell», sagt die Drogistin Slavica Milutinovich. «Am besten lassen Sie sich persönlich beraten.» Mit Fachberatung und dem festen Willen, sich von den Glimmstängeln zu trennen, stehen die Chancen auf Erfolg ganz gut.

Therapien mit Nikotinersatzprodukten

Da Nikotin abhängig macht, wird bei der Therapie oft auf Ersatzprodukte gesetzt, mit denen dem Körper weiterhin kleine Dosen an Nikotin zugeführt werden. Die Nikotinzufuhr wird nach und nach verringert, womit die Entzugssymptome abgemildert werden und das Rauchverlangen abnimmt.

Kaugummis und Lutschtabletten: Sie geben Nikotin ab, was Entzugssymptome wie Ruhelosigkeit, Nervosität oder depressive Verstimmungen vermindert und hilft, das Suchtverhalten zu reduzieren. Sie kommen in Situationen zum Einsatz, in denen typischerweise zur Zigarette gegriffen wird (Stress, Langeweile).

  • Vorteil: Praktisch für unterwegs, Nikotin nur bei Bedarf.
  • Nachteil: Können abhängig machen. 
  • Geeignet eher für Raucher, die nur zu bestimmten Gelegenheiten oder Tageszeiten rauchen.
  • Wichtig: Nikotinkaugummis langsam kauen, damit sie wie gewünscht wirken.

Pflaster und Patches: Siegeben 16 bis 24 Stunden lang permanent Nikotin über die Haut ab. Es gibt sie in verschiedenen Dosierungen.

  • Vorteil: Die Nikotindosierung erfolgt gleichmässig. Einmal am Morgen aufgeklebt, halten Pflaster oder Patches den ganzen Tag.
  • Nachteil: Wegen der permanenten Abgabe merkt man nicht, ob man genug Nikotin bekommt und die Dosis verringern könnte. Das Rauchen muss vollständig eingestellt werden.
  • Geeignet für eher starke Raucher, die den ganzen Tag über in mehr oder weniger regelmässigen Abständen rauchen.

Inhalator: Durch Saugen am Mundstück verdampft eine bestimmte Menge Nikotin und wird über die Mund- und Rachenschleimhaut vom Körper aufgenommen.

  • Vorteil: Man führt den Inhalator wie eine Zigarette zum Mund. Wirkt sehr schnell.
  • Nachteil: Die Anwendung ist gewöhnungsbedürftig, da nicht inhaliert, sondern nur gepafft werden sollte.
  • Geeignet für Raucher, die die Hand-zu-Mund-Bewegung vermissen.

8 Stunden später beginnen sich die Sauerstoffwerte im Blut zu normalisieren.

48 Stunden nach dem Rauchstopp verbessern sich Geschmacks- und Geruchssinn und das Essen schmeckt wieder viel besser.

2 Wochen bis 3 Monate später beginnt das Herzinfarktrisiko zu sinken.

Nach 3 bis 9 Monaten verringern sich Atembeschwerden wie Husten, Atemnot und Keuchen. Die Lungen werden stärker und arbeiten bis zu 10 Prozent effizienter.

1 Jahr nach dem Rauchstopp hat sich das Zahnfleisch erholt.

Nach 5 bis 15 Jahren ist das Hirnschlagrisiko auf das Niveau von Nichtrauchern gesunken.

Nach 10 Jahren ist das Sterberisiko in Folge von Lungenkrebs nur noch halb so hoch.

15 Jahre nach dem Rauchstopp ist das Herzinfarktrisiko mit dem von Nichtrauchern vergleichbar.

Komplementärmedizin unterstützt die Entwöhnung

Zusätzlich zur Nikotinersatztherapie empfiehlt die Drogistin Slavica Milutinovich ein homöopathisches Mittel oder einen spagyrischen Spray.

Spagyrik:Stärkt die Nerven, beruhigt und wirkt ausleitend. Hilfreich sind zum Beispiel Mischungen mit Avena sativa, Coffea arabica, Nicotiana tabacum, Acorus calamus oder Strychnos nux vomica.

  • Vorteil: Keine Nebenwirkungen.
  • Nachteil: Als Alleinmittel eventuell zu schwach.
  • Geeignet als Ergänzung zur Nikotinersatztherapie.

Homöopathie: Hilft auf die sanfte Art, das Suchtverhalten zu reduzieren. Hilfreich sind zum Beispiel Nux vomica, Okoubaka, Tabacum.

  • Vorteil: Keine Nebenwirkungen, sanfte Dosierung.
  • Nachteil: Als Alleinmittel eventuell zu schwach.
  • Geeignet für leichte Raucher oder als Ergänzung zur Nikotinersatztherapie.

Ein Rauchstopp braucht Zeit

Rauchen ist eine mächtige Gewohnheit, die körperliche und psychische Abhängigkeit ist nicht zu unterschätzen. Die Drogistin Slavica Milutinovich macht aber Mut: «Wenn es mit dem Rauchstopp nicht klappt: Versuchen Sie es wieder! Ein Rauchstopp braucht Zeit.»


Gesundheit und Wohlbefinden mit Millefolia.ch – lesen Sie auch diesen Beitrag!



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