Gelbe Kaktusblüte an herzförmigem Kaktusblatt

Wie Arzneipflanzen bei Krebserkrankungen die Lebensqualität verbessern können

Die Diagnose Krebs ist für Betroffene eine grosse körperliche und seelische Belastung. Eine integrative onkologische Behandlung mit Phytotherapie kann die Lebensqualität verbessern. In der Schweiz bieten viele onkologische Zentren eine ganzheitliche Therapie an, bei der auch weitere komplementärmedizinische Methoden eingesetzt werden.

  • Die integrative Onkologie basiert auf wissenschaftlich geprüften Methoden und orientiert sich an den Bedürfnissen der Erkrankten
  • Neben pflanzlichen Arzneimitteln können den Patientinnen und Patienten auch Atemtherapie, Kunsttherapien und weitere Methoden helfen
  • Der integrative Ansatz verbreitet sich immer weiter in Spitälern und Kliniken

von Karin Meier

Wenn das Leben aus dem Gleichgewicht gerät

Eine Krebsdiagnose trifft Betroffene meist unvermittelt. Von einem Tag auf den anderen gerät das Leben aus dem Gleichgewicht. Chemotherapien oder Bestrahlungen führen häufig zu Übelkeit, Erschöpfung und anderen Nebenwirkungen. Gleichzeitig reagieren viele Betroffene mit Stress, Ängsten oder Schlafstörungen auf diese Ausnahmesituation.

Integrative Onkologie: Multimodale Unterstützung bei Krebs

«Die integrative Onkologie kann Symptome wie Schmerz, Angst, Depression, Fatigue und Schlafstörungen reduzieren und verbessert erwiesenermassen die Lebensqualität.»

Dr. med. Marc Schlaeppi, Präsident SNIO

Pflanzenpower ist vielseitig nutzbar

Ein Mistelzweig mit prallen milchigen Früchten vor blauem Himmel
Mistelzweig mit Früchten

Wickel, Kompressen und Fussbäder

Wickel und Kompressen haben in der Medizin eine lange Tradition.

«Leberwickel mit Schafgarbentee fördern die Verdauung und können Regeneration und Vitalität unterstützen.»

Dr. med. Jana Ertl, Universität Bern

Weitere bewährte äussere Anwendungen sind Kompressen, Auflagen und Fussbäder. Fussbäder mit Senf- oder Ingwerpulver wärmen und stimulieren die Haut, erzeugen ein anhaltendes Wärmegefühl und können das häufige Kälteempfinden bei Krebspatientinnen und -patienten lindern.

Integrative Medizin verbreitet sich immer weiter an Spitälern und in Kliniken

Die Referentinnen und Organisatoren des Netzwerkanlasses von integrative-kliniken.ch

Pflanzliche Arzneimittel und weitere komplementärmedizinische Methoden wie Atemtherapie oder Kunsttherapie werden nicht nur in der Onkologie immer verbreiterter eingesetzt. Im Verein integrative-kliniken.ch sind Kliniken und Spitäler organisiert, die grundsätzlich Komplementärmedizin und Schulmedizin verbinden und in beiden Systemen höchste qualitative Ansprüche erfüllen.

An einem vom Verein organisierten Netzwerkanlass am 21. Mai 2026 zeigte unter anderem das Beispiel der Klinik Hirslanden Zürich, wie das in der Praxis geht: Seit 2023 führt die Klinikleitung in Zusammenarbeit mit der JIVITA AG, die auf integrative Medizin spezialisiert ist, nach und nach auf allen Stationen mit insgesamt 335 Betten ein ganzheitliches Behandlungskonzept ein. Die Klinik wurde im Dezember 2024 als erstes Spital im Grossraum Zürich mit dem Label «Integrative Kliniken» für das Fachgebiet Allgemeine Innere Medizin ausgezeichnet. Eindrücke vom Netzwerkanlass in Bildern


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Arzneipflanzen können bei Krebserkrankungen körperlich und seelisch unterstützen. Haben Sie Erfahrungen dazu gemacht, die Sie gerne mit den anderen Millefolia-Leserinnen und -lesern teilen möchten?

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