In Deutschland steht die Komplementärmedizin vor einer entscheidenden politischen Weichenstellung: Im Juni wird darüber beraten, ob Homöopathie und anthroposophische Medizin künftig aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen werden sollen. Die Initiative «Weil’s hilft» setzt nun ein Zeichen für den Erhalt dieser Therapierichtungen – auch Schweizerinnen und Schweizer können sie mit ihrer Unterschrift unterstützen.
von Lukas Fuhrer, Redaktor Millefolia
Komplementärmedizin steht in Deutschland auf der Kippe
Für viele Menschen gehören komplementärmedizinische Behandlungen selbstverständlich zur Gesundheitsversorgung dazu. Umso grösser ist die Sorge in Deutschland, dass bewährte Methoden wie die Homöopathie oder die anthroposophische Medizin künftig nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden könnten.
Die Komplementärmedizin lebt seit jeher vom fachlichen Austausch und von einer engen Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg. Auch der Schweizer Dachverband Komplementärmedizin (Dakomed, Herausgeber von Millefolia.ch) pflegt seit Jahren gute Beziehungen zu europäischen Partnerorganisationen.
Schweizer Unterstützung als wichtiges Signal
Mit der Petition der Initiative «Weil’s hilft» soll sichtbar gemacht werden, wie tief die Komplementärmedizin in der Bevölkerung verankert ist und welche Bedeutung sie für Millionen von Menschen hat.
Da die Petition auch Unterschriften aus dem Ausland akzeptiert, können sich Interessierte aus der Schweiz solidarisch zeigen und den deutschen Patientinnen, Ärzten, Therapeutinnen und Spitälern den Rücken stärken. Jede Unterschrift sendet ein Zeichen der Unterstützung innerhalb des europäischen Netzwerks der Komplementärmedizin.
Jede Unterschrift zählt!
Die Initiative «Weil’s hilft» sammelt Unterschriften für den Erhalt von Homöopathie und anthroposophischer Medizin im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Auch Unterschriften von Unterstützer/-innen aus der Schweiz sind zugelassen.
Besonders wichtig sind Unterschriften bis zum 8. Juni 2026, da dann der politische Beratungsprozess in die entscheidende Phase geht. Danach kann die Petition aber weiterhin unterzeichnet werden.





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