Frau mit Schal und Handschuhen trinkt an einem abendlichen Weihnachtsmarkt aus einem Becher

Entspannt durch die Feiertage

Die Zeit vor Weih­nachten bringt für viele Menschen Stress statt Besinn­lichkeit. Auf der Arbeit müssen Projekte abge­schlossen werden, und privat ist der Kalender voll mit Anlässen und Festtags­vorbe­rei­tungen. Welche Tipps hält die Komple­men­tär­therapie für eine entspannte Weih­nachts­zeit bereit?

  • Dauerstress kann zu Verspannungen, Schmerzen oder Schlafstörungen führen
  • Bewegung hilft, Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol abzubauen
  • Atemtherapie, Kinesiologie, Shiatsu und andere Komple­men­tär­therapien reduzieren und regulieren Stress

von Claudia Pohl

Den Stress regulieren – die Rolle des Nervensystems

Bei Stress wird unser Nerven­system in Alarm­modus versetzt. Der für die Aktivierung zuständige Teil des vegeta­tiven Nervensystems, der Sympathikus, startet die Kampf-oder-Flucht-Reaktion. Dabei werden Stress­hormone freigesetzt. Sie lassen das Herz schneller schlagen, erhöhen den Blutdruck und spannen die Muskeln an. Der Para­sympathikus, der Gegenspieler des Sympathikus, ist zuständig für die Phasen der Ruhe, Erholung und Regeneration. Dieser Teil des Nervensystems kann bewusst ange­sprochen und zur Regulierung von Stress genutzt werden.

Innehalten und den Körper wahrnehmen

Der Komplementärtherapeut Mario Schenker empfiehlt in Stresssituationen bewusst innezuhalten: «Nehmen Sie sich für einen Moment bewusst aus der aktuellen Alltags­situation raus: Schauen Sie in die Weite, nehmen Sie Ihren Körper wahr und erlauben Sie ihm, sich in alle Richtungen zu längen und zu weiten», sagt der Komplementärtherapeut mit Branchenzertifikat OdA KT der Methode AlexanderTechnik. «Etwa so, wie wenn ein Brotteig aufgehen würde. Damit gönnen Sie Ihrem Nervensystem eine kleine Verschnaufpause.»

Bewegen und bewusst atmen

Bei Stress setzt der Körper viel Energie frei, die für unsere Vorfahren für Kampf oder Flucht überlebenswichtig war. Bewegung hilft, die Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol rascher abzubauen, so dass sich der Körper beruhigen kann. Eine einfache und jederzeit einsetzbare Möglichkeit, um den Parasympathikus zu aktivieren, ist die Atmung. Sie bildet eine Brücke zum vegetativen Nervensystem.

Stress reduzieren mit Komplementärtherapie

Wenn Sympathikus und Parasympathikus nicht gut zusammenspielen und die Balance auf Dauer in Schieflage kommt, können gesundheitliche Beschwerden auftreten. Diese äussern sich zum Beispiel als Verspannungen, Schmerzen oder Schlafstörungen. Die Methoden der Komplementärtherapie unterstützen dabei, körperliche Anzeichen von Stress frühzeitig zu erkennen und Strategien für den Umgang mit Stress zu entwickeln. So kann Stress nicht nur spürbar reduziert, sondern langfristig besser reguliert werden – damit Sie die nächsten Festtage entspannter angehen können.



Haben Sie Erfahrungen mit Atemtherapie, Kinesiologie, Shiatsu oder anderen Komplementärtherapien gemacht, die Sie gerne mit der Millefolia-Community teilen?

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